Lasik
Wie werden die verschiedenen Glaukomarten behandelt? Drucken E-Mail

Den meisten Glaukompatienten kann mit Augentropfen (Antiglaukomatosa) geholfen werden. Die schon seit Langem bewährten Betablocker wurden in den letzten Jahren durch innovative Medikamente ergänzt. So können Prostaglandine und Alpha-Agonisten sehr effektiv den Augeninnendruck senken. Eine weitere neue Substanzklasse, die lokalen Carboanhydrasehemmer, haben neben der Drucksenkung offenbar einen weiteren therapeutischen Effekt und können, wie Studien belegen, die beim Glaukompatienten beeinträchtigte Durchblutung der hinteren Augenabschnitte verbessern.
Wenn die medikamentöse Behandlung nicht zum angestrebten Ziel führt, kommen operative bzw. laserchirurgische Maßnahmen in Betracht. Auch beim Winkelblockglaukom (akuter Glaukomanfall) pflegt man zunächst meist mit Medikamenten den Augeninnendruck zu senken. Danach wird durch eine Operation an der Regenbogenhaut der Druckausgleich zwischen Hinter- und Vorderkammer des Auges ermöglicht und eine erneute Blockade des Kammerwasserabflusses verhindert.
Angeborener grüner Star und Glaukome im jugendlichen Alter sind selten und meist familiär bedingt. Frühzeichen sind Tränenträufeln, gesteigerte Lichtempfindlichkeit, krampfhaftes Zusammenkneifen der Lider sowie eine vergrößerte oder auch getrübte Hornhaut. Die Diagnose wird vom Augenarzt in der Regel unter allgemeiner Narkose oder dämpfenden Medikamenten gestellt. Zur Senkung des krankhaft erhöhten Augeninnendrucks muss das Auge operiert werden.
Die Behandlung der Sekundärglaukome umfasst neben der medikamentösen oder chirurgischen Senkung des Augeninnendrucks die Therapie der ursächlichen Grunderkrankung oder Verletzung bzw. der damit einhergehenden Komplikationen.

 

Quelle:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA), Postfach 30 01 55, 40401 Düsseldorf, www.augeninfo.de
Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG)_Mathildenstraße 8, 80336 München

Copyright 2007 BVA + DOG

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 4. Februar 2009 )
 
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