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Warum sind Hornhauttransplantationen notwendig? Drucken E-Mail

Für welche Patienten ist eine Hornhauttransplantation sinnvoll?
In erster Linie sind es Menschen, deren Hornhaut schwer verletzt wurde und anschließend vernarbte. Ferner gehören Patienten dazu, deren Hornhaut von einer Entzündung betroffen war, die Narben hinterließ. Dies kommt zum Beispiel häufiger nach einer Herpesinfektion vor. Aber auch altersbedingt oder nach operativen Eingriffen kann es zu Hornhautveränderungen kommen, die eine Transplantation notwendig machen. Natürlich gibt es auch angeborene Hornhauterkrankungen.
Selbst die heutige hochentwickelte Medizin hat immer noch ihre speziellen Probleme mit der Organtransplantation, weil das menschliche Immunsystem das als fremd erkannte Gewebe wieder abstoßen will. Viel Forschung war notwendig, und ein relativ großer Aufwand ist von Fall zu Fall erforderlich, um dies zu verhindern. Normalerweise sorgt die Durchblutung für die Ernährung eines Gewebes. In der klaren Hornhaut sind jedoch keine Blutgefäße vorhanden. Die Ernährung erfolgt über das Tränensekret. Im Blut befinden sich aber die Abwehrzellen, welche andere Zellen als fremd erkennen und entsprechende Abstoßungsreaktionen auslösen. In der Hornhaut findet dieser Prozess nicht statt, und ein entsprechendes Transplantat bleibt der Immunabwehr schlichtweg verborgen.
Anders sieht es aus, wenn aufgrund einer Erkrankung Blutgefäße in die Hornhaut eingesprossen sind (Vaskularisation). In solchen Fällen müssen die Spenderhornhäute sorgfältig analysiert und so ausgesucht werden, dass sie in möglichst vielen Eigenschaften mit dem körpereigenen Gewebe des Empfängers übereinstimmen. Die Gefahr einer Abstoßung wird auf diese Weise zumindest minimiert. Die Koordination von Empfänger- und Spendereigenschaften übernimmt die Hornhautbank in Zusammenarbeit mit dem operierenden Augenarzt. Weitgehend unbekannt ist, dass Hornhäute vom 10. bis zum 85. Lebensjahr gespendet werden können, also auch alte Menschen noch zu potentiellen Organspendern zählen. Die Transplantate kommen zur Mehrzahl aus dem Euro Transplantationszentrum Leiden in Holland, aber auch von anderen Hornhautbänken, wie z. B. Hamburg oder Kiel.

 

Quelle: Universitätsklinikum Giessen und Marburg GmbH (http://www.uniklinikum-giessen.de/augen/hornhaut.html); entnommen am 05. Februar 2009

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 5. Februar 2009 )
 
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Donnerstag, 22. Juni 2017
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