Lasik
Wie wird eine Uveitis behandelt? Drucken E-Mail
Kann eine infektiöse Ursache für die Uveitis ausgemacht werden, wird spezifisch, z.B. mit einem Antibiotikum, behandelt und durch gleichzeitige lokale Verabreichung von Kortison die Entzündung reduziert. Bleibt die Ursache unbekannt, sollen durch die unspezifische Gabe von Kortison (als Tropfen, Salbe oder Tabletten, aber auch als Injektion neben den Augapfel) die Entzündungszeichen reduziert und Komplikationen vermieden werden. Nur wenn die geschilderten Maßnahmen nicht ausreichen, kommen auch Zytostatika zum Einsatz. Besteht die Gefahr von Verklebungen der Regenbogenhaut, wird die Pupille rechtzeitig und ausreichend lange medikamentös weitgestellt. Bei erhöhtem Augeninnendruck werden zusätzlich drucksenkende Tropfen oder Tabletten gegeben.
Von den manchmal notwendig werdenden chirurgischen Maßnahmen sind am wichtigsten
  • die Kryopexie (Kälteanwendung zur Glaskörperaufhellung und Verhütung einer Netzhautablösung),
  • die Vitrektomie (Glaskörperentfernung zur Herabsetzung der Entzündungsaktivität, Verhinderung eines Makulaödems und ebenfalls Verhütung einer möglichen Netzhautablösung),
  • die Operation des grauen Stars unter Kortisonschutz,
  • die Lederhaut eindellende Operation bei bestehender Netzhautablösung (seltener Eingriff).

Seit den frühen 80er-Jahren ist besonders bei drohenden Komplikationen wie grauem und grünem Star sowie anderen Kortison-Nebenwirkungen die subtropische Klimatherapie und künstliche UVA-1-Lichttherapie durch milde aktinische Immunsuppression eine Bereicherung der konservativen Therapie-Palette.
Wie schon für die Diagnosestellung gilt natürlich auch für die Therapie der Uveitis, dass dazu nur der Augenarzt qualifiziert ist. Je länger eine Entzündung des Augeninneren unbehandelt bleibt, desto eher muss der Betroffene mit verbleibenden Defekten bis hin zur Erblindung durch unumkehrbare Schäden an sensiblen Strukturen des Auges rechnen.
Empfehlung deshalb: Auch bei einem unbedeutend erscheinenden "roten Auge", das sich nach ein bis zwei Tagen nicht spontan bessert, sollte dringend der Augenarzt aufgesucht werden. 

 

Quelle: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA), Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf
Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG), Berliner Straße 14, 69120 Heidelberg
Dr. W. Hengst, W. Wähnke, Gütersloh (Text)
(c)1999 Bertelsmann Stiftung Gütersloh

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 5. Februar 2009 )
 
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Montag, 20. November 2017
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