Lasik
Welche Aufgaben hat der Tränenfilm? Drucken E-Mail

Der Tränenfilm muss die Schleimhaut der Augenoberfläche vor einer Austrocknung schützen. Diese Aufgabe stellt sich allerdings als viel komplizierter heraus, als man vermutet.
Bestünden die Tränen ausschließlich aus Wasser, so verhielte sich diese Flüssigkeit auf der Augenoberfläche wie ein Regentropfen auf einer frisch gewachsten Autohaube. Die Augenoberfläche selbst ist nämlich wasserabweisend, das heißt, es käme gar nicht zu einer Benetzung. Darüber hinaus muss der Tränenfilm sehr dünn sein; denn durch einen dicken Flüssigkeitstropfen sehen wir verschwommen, so wie wir es vom Weinen kennen.
Schließlich muss der dünne Tränenfilm eine gewisse Stabilität haben, sodass zwischen zwei Lidschlägen ein rasches Aufreißen verhindert wird. Unser Tränenfilm muss sich also auch in diesem Punkt von einem einfachen Wasserfilm unterscheiden, der sofort aufreißt und verdunstet, wie z.B. beim Wischen mit einem nassen Fensterleder über eine Glasscheibe.
Neben der reinen Benetzung der Augenoberfläche nehmen die Tränen noch weitere wichtige Aufgaben beim Schutz des Auges wahr: So wird die äußere Hornhautschicht über den Tränenfilm mit Sauerstoff versorgt. Zusätzlich besitzt der Tränenfilm Bakterien abtötende Eigenschaften: Keime, die über die Haut, beim Augenreiben oder einfach über die Luft an das Auge geraten, werden sofort abgewiesen und beseitigt. Das Auge wird so vor schweren Infektionen geschützt. Außerdem verdünnt die Tränenflüssigkeit schädliche Stoffe, spült Fremdkörper ab und "schmiert" die Lider, sodass sie beim Lidschlag nicht auf der Hornhaut reiben.

 

Quelle: Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG), Berliner Straße 14, 69120 Heidelberg / Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA), Postfach 11 01 44, 40501 Düsseldorf 

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 4. Februar 2009 )
 
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Dienstag, 19. September 2017
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