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Was passiert bei der diabetischen Retinopathie im Auge? Drucken E-Mail

Die diabetische Retinopathie ist eine verhängnisvolle Augenkrankheit. Die Gefäßveränderungen an der Netzhaut führen einerseits zu Verschlüssen der Gefäße und damit zu einer Mangelversorgung der Sehzellen, andererseits zu Veränderungen an den Gefäßwänden, sodass Flüssigkeit aus den Gefäßen in das benachbarte Gewebe austritt. Man unterscheidet folgende Formen der diabetischen Retinopathie:

Nicht-proliferative diabetische Retinopathie:
Hier beschränken sich die Gefäßveränderungen auf die Netzhaut. Es kommt z.B. zu Blutungen, Aussackungen der Kapillarwände (Mikroaneurysmen), Ablagerungen (harte Exsudate) und Veränderungen der Venen. Zu diesem Zeitpunkt bemerkt der Patient häufig noch keine Beeinträchtigung seiner Sehkraft. Typische Veränderungen der Netzhaut bei der nichtproliferativen diabetischen Retinopathie sieht man in Abb.2.

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Abb. 2: Nichtproliferative diabetische Retinopathie

Proliferative diabetische Retinopathie:
Schreitet die Krankheit fort, bilden sich neue minderwertige Gefäße, die aus der Netzhaut in den Glaskörper wuchern. In diesem Stadium der diabetischen Retinopathie ist das Sehvermögen stark gefährdet. Aus den krankhaften Gefäßwucherungen kann es zu Einblutungen in den Glaskörper kommen, die das Sehen stark beeinträchtigen (Abb.3).

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Abb. 3: Proliferative diabetische Retinopathie mit Einblutung in den Glaskörper

Gleichzeitig können die neuen Gefäße die Netzhaut wie "Zugseile" von ihrer Unterlage, der sie ernährenden Aderhaut, ablösen.

Diabetische Makulopathie:
Über die bisher geschilderten Veränderungen hinaus kann eine diabetische Makulopathie auftreten. In diesem Fall ist der gelbe Fleck (Makula) und damit die Stelle des schärfsten Sehens in der Mitte der Netzhaut durch eine Zerstörung der zentralen Sehzellen (Photorezeptoren) bedroht. Wird dem Fortschreiten der diabetischen Retinopathie in bestimmten Stadien nicht Einhalt geboten, ist das Augenlicht akut gefährdet.

 

Quelle:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA), Postfach 30 01 55, 40401 Düsseldorf, www.augeninfo.de

Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG), Mathildenstraße 8, 80336 München, www.dog.org

(c)Feb. 2008 BVA + DOG

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 4. Februar 2009 )
 
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Montag, 20. November 2017
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