Lasik
Wie verändert sich das Sehvermögen nach der Operation? Drucken E-Mail

Bei der Operation kann z.B. die Linsenkapsel einreißen, was zu einem Vorfall des hinter der Linse liegenden Glaskörpers führen kann. Dadurch erhöht sich das Risiko einer zentralen Netzhautschwellung _oder auch einer Netzhautablösung. Augeninnendruckerhöhungen oder eine meist vorübergehende Trübung der Hornhaut sind sehr selten. Postoperative Infektionen sind heute in aller Regel gut medikamentös beherrschbar, sodass ein Verlust der Sehschärfe oder gar des Auges durch die Operation praktisch nicht mehr zu befürchten ist. Rein statistisch ist das Risiko einer Netzhautablösung nach einer Operation des Grauen Stars erhöht, ohne dass dies im Einzelfall jedoch vorhergesagt werden könnte. Komplikationen bei der Operation, vor allem, wenn zusätzliche Augenkrankheiten vorliegen (Voroperation, Hornhautdegeneration, erhöhter Augeninnendruck), können einen verzögerten Heilungsverlauf zur Folge haben.
In aller Regel werden Sie aber schon am Tage nach der Operation eine Verbesserung Ihres Sehvermögens bemerken. Allerdings haben Sie aus verschiedenen Gründen dann meist noch nicht Ihre endgültige gute Sehschärfe erreicht. Je nach gewählter Stärke und Linsentyp ist für eine optimale Sehschärfe in der Regel noch eine Brillenkorrektur für die Nähe oder Ferne, manchmal trotz sorgfältiger Messung vor der Operation auch für alle Entfernungen, erforderlich.

Abb. 6: Nach dem Einsetzen der künstlichen Linse hat sich eine Gewebsmembran gebildet. Das Auge sieht wieder schlechter

Abb.7: Mit einem Neodym-YAG-Laser wurde die Gewebsmembran durchtrennt, sodass eine breite zentrale Lücke entstand. Die Sehschärfe ist wiederhergestellt.

Sollten Sie in den ersten Tagen oder Wochen nach der Operation eine Verschlechterung Ihrer Sehschärfe, eine stärkere Rötung oder Schmerzen am Auge bemerken, müssen Sie unbedingt sofort einen Augenarzt aufsuchen. Häufig kann es aber nach Wochen oder Monaten zu einer allmählichen Verschlechterung der Sehschärfe kommen, die durch eine Eintrübung der hinteren Linsenkapsel verursacht wird. Dieser sogenannte Nachstar lässt sich mit minimalem Risiko und ohne Schmerzen rasch mit einem speziellen Laser oder auch einem kurzen operativen Eingriff beseitigen.

 

Quelle:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA), Postfach 30 01 55, 40401 Düsseldorf, www.augeninfo.de
Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) Mathildenstraße 8, 80336 München

Copyright 2007 BVA + DOG

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 4. Februar 2009 )
 
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