Lasik
Wie sehen Intrarokularlinsen aus? Gibt es Unterschiede? Drucken E-Mail

Intraokularlinsen werden aus Kunststoff hergestellt. Ihr optisch wirksamer Teil hat gewöhnlich einen Durchmesser von etwa sechs Millimetern; an seinem Rand sind elastische Bügel befestigt, die für einen sicheren Sitz der Linse sorgen. Zur Herstellung der Linsen werden unterschiedliche Materialien verwendet, z.B. verschiedene Acrylate oder Silikone. Die Linsen können in stabiler, harter Form, heute jedoch in der Regel als_ sog. weiche Linsen gerollt oder gefaltet eingepflanzt werden; bei dieser Technik kann der Schnitt kleiner als die Linse sein und braucht nicht einmal genäht zu werden.
So ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass ein Astigmatismus (Fehlsichtigkeit durch Hornhautverkrümmung) entstehen kann. Standard ist heute eine Linse mit einer Brechkraft, die entweder für die Ferne, die Nähe oder eine dazwischen liegende Entfernung scharf abbildet. Es gibt aber auch Kunstlinsen, die ähnlich einem Multifokal- oder Gleitsichtbrillenglas sowohl für die Ferne als auch für die Nähe eine gute Sehschärfe erlauben; sie haben allerdings auch Nachteile und sind nicht für jeden Patienten geeignet.
Als weitere sog. Sonderlinsen gibt es u.a. Kunstlinsen, die einen vor der Operation bestehenden stärkeren Astigmatismus, eine stärkere Hornhautverkrümmung, ausgleichen, und es gibt Linsen, die mit einem Farbfilter versehen sind mit möglicherweise schützenden Eigenschaften für Netzhauterkrankungen durch zunehmende Alterung.
Sprechen Sie bei Interesse Ihren Augenarzt oder Operateur auf solche Sonderlinsen und auch auf möglicherweise Ihnen dadurch entstehende Kosten an. Er wird Sie gern über Vor- und Nachteile in Ihrer speziellen Situation beraten. Heute können praktisch alle Patienten mit Intraokularlinsen versorgt werden und vertragen sie lebenslang ohne Komplikationen; sie müssen nicht einheilen wie z.B. andere Körperimplantate und müssen auch nicht wegen Verschleißes später ausgetauscht werden.

 

Quelle:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA), Postfach 30 01 55, 40401 Düsseldorf, www.augeninfo.de
Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG)_Mathildenstraße 8, 80336 München

Copyright 2007 BVA + DOG

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 4. Februar 2009 )
 
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Dienstag, 19. September 2017
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