Lasik
Was geschieht während der Operation? Drucken E-Mail

Erinnern Sie sich, wie Ihnen Ihr Augenarzt die Augenlinse erklärt hat? _Sie liegt unmittelbar hinter der Pupille und besteht aus mehreren Teilen. In der Mitte liegt ein sich im Laufe des Lebens verhärtender Kern_ und um ihn herum die weichere Rinde. Die gesamte Linse wird von der Linsenkapsel umschlossen, die mit elastischen Fasern - den Zonulafasern - am Strahlenkörper des Auges hinter der Regenbogenhaut aufgehängt ist.
Bei der Staroperation wird heute nicht mehr die gesamte trübe Linse aus dem Auge entfernt; die seitliche und die hintere Linsenkapsel wird nach Möglichkeit im Auge belassen. Bei der heute häufigsten Form der Staroperation, der Phakoemulsifikation, wird über einen Schnitt von nur wenigen Millimetern die Linsenkapsel vorn scheibenförmig eröffnet, der härtere Linsenkern mit Ultraschall verflüssigt und zusammen mit der weicheren Linsenrinde abgesaugt. Über diesen sehr kleinen Schnitt wird in den nunmehr leeren Linsenkapselsack entweder eine gefaltete künstliche Linse aus weichem Material eingeschoben, oder der Schnitt wird etwas vergrößert und dann eine Linse aus hartem Plexiglas eingesetzt.

Abb. 3: Längsschnitt durch den vorderen Abschnitt des Auges: Oben wölbt sich die Hornhaut, darunter liegen die Iris, die den vorderen Abschnitt der Augenlinse bedeckt, und die Kapsel, die die natürliche Augenlinse umhüllt und schützt. In diesem Bild ist sie bereits durch eine künstliche Linse ersetzt. Man erkennt dies an den feinen Haltebügeln, mit denen sich die Linse im Kapselsack abstützt

Mit ihren Bügeln ist die Kunstlinse sicher im Kapselsack zentriert. Es kann selten vorkommen, dass bei der Operation der Kapselsack defekt wird. Meistens gelingt es aber dann, ohne allzu große Schwierigkeiten eine Kunstlinse entweder doch noch in den Kapselsack oder vor die vordere Linsenkapsel, hinter die Pupille in die Hinterkammer, sehr selten auch vor die Pupille_ in die Vorderkammer des Auges einzusetzen. Nur in extrem seltenen Fällen kann es sich während der Operation als unmöglich erweisen, eine Linse einzupflanzen. Auch dann ist es aber in aller Regel möglich, das Auge nachträglich mit einer Linse im Augeninneren zu versorgen. Das Gleiche gilt für Patienten, die vor längerer Zeit nach einem älteren Verfahren operiert wurden, bei dem die Linse mit ihrem Kapselsack entfernt wurde. Hier kann eine Linse hinter der Pupille festgenäht oder auch eine Vorderkammerlinse eingepflanzt werden.

Abb. 4: Extrakapsuläre Extraktion Bei diesem Verfahren wird der Kern ausgepresst. Die hintere Kapsel bleibt erhalten.

Abb. 5: Verflüssigung des Linsenkerns (Phakoemulsifikation)

 

Quelle:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA), Postfach 30 01 55, 40401 Düsseldorf, www.augeninfo.de
Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG)_Mathildenstraße 8, 80336 München

Copyright 2007 BVA + DOG

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 4. Februar 2009 )
 
< zurück   weiter >
Dienstag, 19. September 2017
Larger FontSmaller Font

  tuev-sued_logo.jpg  
DIN EN ISO 9001:2008
ZERTIFIZIERT